Warum eigene Hardware?

VonChristian Rehkopf

Warum eigene Hardware?

Fragte mich ein Geschäftspartner vor Kurzem. Hier die Antwort.

Wer bietet weniger?

Wenn man sich die Zusicherungen der Verfügbarkeiten verschiedener Anbieter ansieht, dann sind 99,9% garantierte Verfügbarkeit keine Seltenheit – auch zwei Neunen hinterm Komma* hab ich schon gesehen, ist aber alles Quatsch. Letztendlich ist Hosting nicht zuletzt auch Vertrauenssache.

Diese Prozentsätze nahe hundert sind leicht zu erreichen, denn meist gelten diese für Ausfälle außerhalb regelmäßiger oder angekündigter Wartungen – das heisst, der Kunde muss seinem Dienstleister schonmal nachweisen, das es sich nicht um eine Wartung handelt. Das ist ja eigentlich nur tagsüber grundsätzlich möglich, denn für Wartungen werden die Nachtstunden herangezogen.
Und dann greift die schicke Formulierung 99,9% , meist gefolgt von „im Jahresmittel“. Das sind fast 9 Stunden. Jedes Jahr. Das wär ja der Horror, aber der Kunde hat keine Handhabe gegen soetwas.
Allerdings kann ich mich an keinen Datenverlust erinnern – und das was Amazon zur Zeit abliefert, ist wirklich unter aller Sau: Wolkenbruch bei Amazon: Datenverlust in der Cloud Und ich kenne einige Anbieter, die sich dort als Reseller – also Wiederverkäufer professioneller IT-Services dort eingerichtet haben, weil sie sicher waren, das genau das genau dort nicht passiert.
Nur eigene Hardware gibt mir das Gefühl, diese Dinge selber unter Kontrolle zu haben.
 
* Bei Geräten (Servern etc.) ist 99,9% und bei Leitungen 99,99% Verfügbarkeitsgarantie derzeit gängige Praxis.

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