Kategorien-Archiv CRNET

VonChristian Rehkopf

Hardwareupdate (Update)

Unregelmäßig tauschen wir Server aus, bei redundaten Systemen merkt das niemand. Diesmal allerdings wird die WEB-Cloud aktualisiert, und da ist eine Downtime für die Webservices unumgänglich.

Der Umzug wird am 31.01.2019 gegen 09:30 Uhr stattfinden, und rund 40 Minuten Downtime zur Folge haben.

Es kann auch länger dauern, wenn die Einschätzung der Kopiergeschwindigkeit der Daten nicht angemessen war.

Es geht nur um die Web-Dienste und damit zusammenhängenden Datenbanken, alle anderen Systeme (Mail, DNS usw.) sind davon unberührt.

Nachdem der Umzug abgeschlossen ist, machen wir einen neuen Beitrag, der auch auf den Sozialen Medien zu finden ist. Bitte überprüfen Sie nun Ihre Webseiten innerhalb von drei Tagen auf korrekte Funktionsweise, insbesondere aktive Inhalte. Obwohl erfahrungsgemäß nur selten Probleme durch einen Umzug auftreten, kann es in einigen Fällen zu Inkompatibilitäten aufgrund unterschiedlicher Versionsnummern der eingesetzten Versionen von PHP, Perl und des MySQL Servers kommen. Sollten Sie Fehler feststellen, die Sie auf den Umzug zurückführen, kontaktieren Sie uns bitte unter Angabe einer möglichst genauen Fehlerbeschreibung.

(Update 7.12.2018: Termin verschoben)
VonChristian Rehkopf

Festplatte einer virtuellen Windows 10 Maschine in VMWare Fusion verkleinern

Nachdem man einen Physikalischen Rechner virtualisiert hat, möchte man eventuell die Festplatten auf eine sinnvolle Größe verkleinern. Wenn hierbei die Datenträger auch noch dynamisch sind, und jede Menge seltsame Unterteilungen aufweisen, wird es kniffelig – ich hab es hinbekommen, und beschreibe hier, wie es geklappt hat.

Die Ausgangssituation:

Ein Kunde ist von seinem Sammelsurium verschiedener Windows-Laptops auf einen Mac umgestiegen. Bei den Buchhaltungsprogrammen (und den recht teuren Lizenzen dafür) jedoch, ist er noch auf Windows angewiesen. Der Buchhaltungsrechner hatte im Original Windows 7, wurde aktualisiert auf Windows 10, hatte eine 500 GB Platte. Also wurde auf dem Mac VMWare Fusion installiert, und das Originalsystem darauf virtualisiert. Allerdings war diese Platte in verschiedene Volumes unterteilt, abgesehen vom Hauptlaufwerk (unter Windows Laufwerk C:)  hatte diese Platte noch eine UEFI, eine LRS_ESP und ein RESCUE-Volume, und jeweils davor und dahinter noch verschiedene leere Bereiche, auf die auch die Datenträgerverwaltung von Windows nicht zugreifen konnte. Die Virtuelle Disk hatte auf dem Mac noch einen Platzbedarf von 300 GB, obwohl effektiv nur rund 73 GB belegt waren (Angabe von Windows bei laufendem Betrieb – also incl. Auslagerungsdatei), nachdem alle Programme deinstalliert wurden, die nicht in einem Gastsystem nötig sind(z.B. Treiber für spezifische Hardware und deren Zubehör, Skype und Co.). Mit den Boardmitteln von Windows und VMWare war dem nicht mehr beizukommen.

Nun gilt es:

  1. Das aktive Volume zu verkleinern
  2. Das verkleinerte Volume auf eine „neue“ Platte (dieser Größe) umzuziehen
  3. Windows wieder zum Starten zu motivieren
  4. die alte Platte löschen

1.: Das Verkleinern:

Das Original-Volume des Haupt-Laufwerks hatte rund 450 GB. Nach dem Löschen der nicht mehr benötigten Programme und einem Defragmentierungs Durchlauf von Windows, konnte ich das Volume zwar etwas verkleinern, aber nicht genug, da sich die Dateien recht großzügig über die Platte verteilt hatten. Auch das Abschalten der Auslagerungsdatei brachte noch ein paar GB. Eine bessere Defragmentierung musste her, ich hab zu JKDefrag gegriffen, was ich noch von früher kannte.

Danach konnte ich das Volume auf die Größe verkleinern, die die Daten beanspruchen – ich hab noch ein paar GIG dazu gepackt, es soll ja noch weitergehen mit dem System.

Das hat leider keine Wirkung auf den Platzbedarf im Host-System gehabt.

Also musste ich eine neue Virtuelle Disk anlegen, auf die ich „umziehe“.

Erstmal auf Nummer sicher gehen:

Bein Platten umziehen von Windows ist damit zu rechnen, das die kopierte Festplatte nicht startet. Zur reaktivierung der Disk muss man in die Wiederherstellung von Windows. Das geht, in dem man die Original Windows-Installations-DVD verwendet – über das Mac-Festplattendienstprogramm kann man davon ein Image machen und später davon booten. Ich musste mir in Ermangelung dieser DVD ein „Wiederherstellungslaufwerk“ einrichten: einen USB-Stick (mindestens 8 GB werden benötigt). Leider bietet VMWare Fusion keine Möglichkeit, einen USB-Stick oder ein beschreibbares DVD-Laufwerk zu virtualisieren – es muss also ein physikalisch existierendes Gerät verwendet werden. An dieser Stelle empfiehlt es sich, den USB-Stick fest der virtuellen Maschine zuzuweisen, damit man später auch davon booten kann. Das Herstellen desWiederherstellungslaufwerks offeriert Windows in der Systemsteuerung – am besten über die Suche nach „Wiederherstellungs“. Das dauert einige Zeit, in der Zeit kann man schon mal die nächsten Schritte vorbereiten:

Platte erzeugen und Partitionen kopieren

Mein Werkzeug der Wahl ist immer wieder eine GParted Live CD zu verwenden. Das kann man schon mal herunterladen in der entsprechenden Version.

Wenn der Rechner sein „Wiederherstellungslaufwerk“ fertig kopiert hat richtet man die neue Festplatte in Fusion ein – ich hab statt einer SCSI-Disk eine SATA-Platte kreiert, die rund 5 GB mehr Kapazität mitbringt, als mein verkleinertes Volume groß ist.

Das GParted-ISO-Image kann man in der Virtuellem Maschine als CD abbilden und dann als Startvolume deklarieren. Dann von diesem CD-Image booten.

Kurztipp: ENTER, ENTER, 10, ENTER, ENTER

Die neue Platte muss zunächst einen Bootrecord bekommen (MBR) – dann kan man alle Partitionen von der alten auf die neue Platte kopieren. Das sollte man auch machen, denn Windows benötigt die verschiedenen Bereiche. Die neue Platte sieht dann zwar genauso schlampig aus wie vorher, ist aber kleiner.

Das geht wie folgt: Oben rechts im GParted kann man die Ansicht der Platten umschalten, dort wählt man bei der alten Platte jeweils einen Eintrag nach dem nächsten an. Bei kopierbaren Volumes wird der COPY-Knopf (oben Mitte) aktiv, den drückt man dann und wechselt zur neuen Platte, dort wird dann der „Paste“-Knopf aktiv. Beim ersten Einfügeversuch bekommt man den Hinweis, das die neue Platte zunächst einen bootrecord braucht, und dort steht auch, was dazu zu machen ist – MBR ist voll OK.

Beim einfügen des ersten Volumes bitte 128 MB Platz davor lassen, damit die Windows Wiederherstellung noch platz für seine Metadaten hat.

Bei mir sah das so aus:

Die alte Platte im GParted: 

Neue Platte (nach dem Copy&Paste, und noch vor dem APPLY drücken):

Danach APPLY drücken und abwarten – die Dauer hängt von der Host-Performance und Datenmenge ab.

Umschalten

Danach die Virtuelle Maschine herunterfahren, Die alte Platte entfernen (zur Sicherheit ohne die Dateien zu löschen), und in den USB-Einstellungen sicherstellen, das der Stick noch verbunden ist!

Der Start der VM schlägt erwartungsgemäß fehl, man wird dann in die UEFI-Startoptionen geleitet und kann dort angeben, vom USB-Stick zu booten. Optimisten können in der Reparaturkonsole die automatische Wiederherstellung probieren, bei mir hat das nie geklappt.

Ich musste immer in die Konsole/Eingabeaufforderung.

Starte dann das Programm „diskpart“ (direkt eingeben und Enter drücken). Dann:
list disk zeigt die Festplatten an
select disk x wählt die Festplatte x aus
list part zeigt die Partitionen der Festplatte x an
select part y wählt die Partition y aus
detail part zeigt Infos zur Partition an; z.B. aktiv oder nicht, versteckt oder nicht
active aktiviert die Partition als Bootpartition (dies dann wählen)

Dann VM neu starten, USB-Stick Verbindung beim Neustart wieder aktivieren und wieder in die Eingabeaufforderung.

Dann

bootrec /fixmbr schreibt den Master Boot Record neu an den Beginn der Festplatte – dazu hatten wir vorne den Platz gelassen, genau wie für die Metainformationen, die wir jetzt erzeugen:

mit bootrec /scanos  kann man prüfen, ob das Volume, um das es uns geht, überhaupt korrekt erkannt wird, falls ja, ist schon mal sicher, das wir weitermachen können. Falls hier das Windows nicht aufgelistet wird, ist irgendwo davor etwas gewaltig schief gegangen.

Der Befehl bootrec /rebuildbcd kann dieses Volume dann wieder in den Boot-Manager eintragen.

Wenn das klappt, sind wir hier fertig, und können starten – bei mir war das nicht so, es kam eine Fehlermeldung: „das angeforderte Systemgerät kann nicht gefunden werden

OK, da stimmt also was mit der UEFI-Partition nicht -also werden wir entsprechende Boot-Daten da noch mal reinschreiben.

Um das Volume ansprechen zu können, benötigt es einen Laufwerksbuchstaben, diese weisen wir mit diskpart zu:

diskpart aufrufen.

Wie oben mit list disk , select disk und list part die Partitionen anzeigen lassen, und diesmal die UEFI-Partition auswählen mit select volume y .

Dann einen Buchstaben zuweisen, wir nehmen das V , assign letter =v:, dann mit exit aus dem diskpart wieder raus, und auf dem UEFI-Laufwerk in den richtigen Pfad wechseln mit cd v:\EFI\Microsoft\Boot\ und die bootdaten mittels
bcdboot C:\windows /s V: /f UEFI  
erzeugen.

Danach neu starten – ich musste menügeführt von Windows noch einmalig das Betriebssystem auswählen, und das wars, die VM läuft auf ihrer „80 GB Platte“, die sogar die leeren Bereiche noch ungenutzt hat.

Danach noch die alte Platte wieder einbinden, und entfernen mit Löschen (damit ich nicht die Dateien zusammensuchen muss, die dazu gehören).

Die Ordner anschließend im Vergleich:

Jetzt kann ich Windows wieder gestatten, eine Auslagerungsdatei zu erzeugen, größer als 80 GB kann der Ordner kaum werden.

Mit Auslagerungsdatei ist der Ordner noch 2 GB voller geworden. Schneller ist es deutlich, aber das auch damit zusammenhängen, das die VM nun vollständig auf den SSD-Teil des Fusion-Drives passt.


Informationen bezogen von:

 

VonChristian Rehkopf

Und, alles an DSGVO angepasst?

Haben Sie inzwischen alles erledigt, was es im Zusammenhang mit der DSGVO zu tun gibt? Alle Newsletter-Abbonenten noch einmal bestätigen lassen? Alle Kunden kontaktiert, und gefragt, ob Sie Ihre Kunden bleiben wollen, oder alle Daten gelöscht werden sollen?

Prima!

Der Nigerianische Phisher, der russische Spammer und der Kanadische Pillendreher haben das ganz bestimmt auch gemacht – Ehrensache. Genau wie Facebook und Google garantiert Ihre Daten löschen, wenn Sie sie darum bitten. Wer Ironie oder Sarkasmus findet, darf’s behalten.

Ich würd Ihnen ja gerne die Rufnummer eines DSGVO-Fachmannes nennen, aber das verstösst gegen die DSGVO.

Ein Bekannter von mir, der sich mit diesen Dingen intensiver auseinandersetzt als ich, hat zu seiner Datenschutzerklärung eine Einleitung geschrieben, die ich hier zitieren möchte:

>>

Vorab ein kurzer Satz, welcher die Einfachheit bzw. Simplizität der EU DSGVO kurz zusammenfaßt, hier ein Interview mit der EU-Kommissarin für Justiz, Verbraucherschutz und Gleichstellung, Věra Jourová, in der Zeitschrift Zeit-Online vom 16. Mai 2018 : „„Selbst ich könnte die Regeln der DSGVO umsetzen“. Wem dies nicht gelingt, der soll sich direkt an sie wenden, und zwar hier…

Die nunmehr ab dem 25.05.2018 rechtsverbindlich umzusetzende EU DSGVO scheint mir persönlich eine reine Kopfgeburt nicht ausgelasteter Hirne von EU-Beamten zu sein. Dies stellt eine Meinungsäußerung dar.

Daran ändert auch nichts, daß der EuGH das sogenannte „Safe-Harbor“-Abkommen mit den USA für ungültig erklärt hat.

Denn dem Grunde nach ändert sich überhaupt nichts.

Einen Nutzen für den Verbraucher kann ich persönlich nicht recht erkennen, bis auf ein Klagerecht für Verbraucherschutzorganisationen. Und wofür?

In Zeiten des Internets ist es schlichtweg und sogar denknotwendig unmöglich, ohne eine zumindest konkludente Einwilligung in die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung der sogenannten personenbezogenen Daten, Dienste zu nutzen. Sofern das Bundesverfassungsgericht zum sogenannten „Computergrundrecht“ feststellt, daß schon die dynamisch zugewiesene IP-Adresse ein „personenbezogenes Datum“ darstellt, kann eine elektronische Kommunikation ohne Übermittlung der IP-Adresse der betreffenden Server nicht erfolgen und somit auch kein Informationsaustausch.

Daß bei der Auslieferung von dynamischen, also scriptgesteuerten Webseiten mittels jQuery und AJAX auf der Clientseite oder PHP, Ruby, etc. auf der Serverseite, Daten ausgetauscht werden müssen, andernfalls die generierten Informationen im Browser nicht erscheinen, ist denknotwendig. Gleiches gilt für die Nutzung von Maildiensten. Schon die Mailadresse ist nach dem sogenannten RFC-Standard zusammenzusetzen, andernfalls die Mail nicht zugestellt wird. Allein die technischen Voraussetzungen bedingen also die Datenerhebung und -verarbeitung sowie -speicherung.

Es ist also meiner Meinung nach ein völliger Irrsin einer fehlgeleiteten Bürokratie, die Anforderungen so zu verschärfen.

Denn ein Jedermann weiß, daß die Dienste von Google, Amazon und Co. nicht dauerhaft kostenlos zu erbringen sein können, allein schon wegen der Errichtung und des Unterhaltes der notwendigen Hard- und Software in Serverfarmen.

Also sind die Daten eines jeden Einzelnen, welcher diese Dienste nutzt, die Währung, mit welcher dieser diese Dienste auch bezahlt.

Und machen wir uns bitte nichts vor. Die NSA kann den Echtzeitverkehr dekodieren und mitlesen.

Spätestens, wenn Quantencomputer in Stückzahlen lieferbar sind und die Registerbreite der sogenannten Q-Bits skalierbar ist, wird Kryptografie, wie wir sie bisher kennen, nicht mehr existieren, es sei denn, bis dahin sind Algorithmen der sogenannten Post-Quanten-Kryptographie allgemein verfügbar.

Dann wird sämtliche Kommunikation in Echtzeit auch ohne NSA-Tools wie XKeyscore lesbar sein.

Google arbeitet bereits an einem Quantencomputer mit dem Namen Bristlecone (Stand 06.03.2018) mit einer Registerbreite von bis zu 72 Q-Bits.

Facebook tauscht nachweislich Daten mit WhatsApp aus.

Wen es interessiert, der kann gerne weiter unter dem Begriff „In-Q-Tel“ recherchieren.

Einen Link zur betreffenden Firma https://www.iqt.org/ habe ich bewußt nicht gesetzt.

Diese Firma hält Anteile an Google, Facebook, etc. und ist direkter Partner folgender Regierungsorganisationen der USA,

Zitat der Website:

Our partners include:

  • Central Intelligence Agency
  • National Security Agency
  • National Geospatial-Intelligence Agency
  • Office of the Secretary of Defense/Joint Chiefs of Staff
  • Defense Intelligence Agency
  • Federal Bureau of Investigation
  • National Reconnaissance Office
  • Department of Homeland Security
 und weiter Zitat der Website:

„…IQT accelerates cutting-edge technologies into the U.S. Intelligence Community to protect and preserve national security…“

Die USA werden sich angesichts der Rechtsprechung des EuGH sicherlich bemüßigt sehen, der EU DSGVO über die von ihnen kontrollierten Konzerne Rechnung zu tragen.

Angesichts dieser Zusammenhänge sollte sich ein Jeder fragen, ob die hier notwendige Datenschutzerklärung nach der EU DSGVO vom 25.05.2018 überhaupt Sinn macht. Aber über die Sinnhaftigkeit von Aktionen und Maßnahmen, speziell von Gesetzen und Verordnungen, wird heute ja anscheinend nur ungern nachgedacht. Eher scheinen interessengeleitete Abwägungen Einzelner Akteure voranggig zu sein.

<<

Zu finden auf der Homepage von Thomas Knopf, und zwar hier. Danke Thomas, Du bringst es auf den Punkt!

Ich wünsch frohe Pfingsten!

 

 

VonChristian Rehkopf

Server Aktualisierung vonnöten

Derzeit geht es verstärkt durch die Presse: ein 20 Jahre alter Fehler in fast allen CPUs ist bekannt geworden.

Wer es nicht weiss: hier gibt es weitere Informationen: Heise 1 / Heise 2 oder gleich die Suche bei Google News.

Da in Folge dieser notwendigen Updates mit Server-Downtimes zu rechnen ist, werde ich hier die entsprechenden Termine und zu erwartende Dauer veröffentlichen.

Diese Downtimes spielen im Regelbetrieb allerdings ohnehin nur bei den nicht-redundanten Webservern eine Rolle, alles andere ich nicht zu merken.

VonChristian Rehkopf

Yay 2018!

1.1.2018 – Zeit für den Blick vor und Zurück.

Zunächst den Blick zurück – 2017 war ein tolles Jahr, es hat sich vieles ereignet und getan – leider auch etliches nicht.

Am letzten Märzwochenende sind wir endlich in den ehemaligen Bahnhof Beelitz-Stadt eingezogen. Eines der schönsten Häuser der Stadt, wie wir finden. Mit „Wir“ meine ich meine Familie und CRNET.
Allerdings sind die letzten 15 Jahre Leerstand dem Haus nicht bekommen. So gab es allerhand Widrigkeiten, die vor und während der Sanierungsphase keiner auf dem Schirm hatte. Das hat alles Verzögert – insbesondere unser Planung im Hinblick auf das weitere Gewerbe hier im Hause.

Das „Brot- und Butter-„Geschäft von CRNET waren und sind immer noch Homepage-Erstellungen. Die für 2017 geplante Überarbeitung des persönlichen Servers hat nicht stattgefunden, da etliche der verwendeten Komponenten nicht mit den aktuellen Versionen von Ubuntu und PHP korrekt funktionieren.

Allerdings konnte ich im Rahmen der Installationen eine extrem gute Möglichkeit eruieren, virtuelle Maschinen auch auf nicht zertifizierter Hardware laufen zu lassen. Dadurch ergeben sich in konzeptioneller Hinsicht noch ganz andere Möglichen für den SOHO-Bereich. Da das Thema umfangreich ist, werde ich hier nicht weiter darauf eingehen.

Ansonsten war es sehr arbeitsreich, was auch an der geringen Anzahl der BLOG-posts über’s Jahr gut zu erkennen ist.

Und der Blick nach vorn – 2018 wird noch arbeitsreicher.

Noch im ersten Quartal 2018 werden wir mit dem 2. Gewerbeprojekt hier im Hause starten.

Dann ist geplant, eine Kooperation auszubauen und CRNET zu „vergrößern“. Ob es dabei, nach 19 Jahren, eine Namensänderung des Unternehmens geben wird, ist derzeit unklar.

Die, schon für 2017 geplante, Überarbeitung des persönlichen Servers behalte ich im Auge. Noch sind alle Komponenten mit Updates versorgt, aber wenn es ein komplett neues System geben muss, dann wird es passieren.CRNET Christian Rehkopf

So – genug des Planens, ich wünsche allen, das ihre Pläne für 2018 zum gewünschten Erfolg führen – bleiben Sie gesund und man liest sich.

CRNET – Christian Rehkopf

VonChristian Rehkopf

Frohe Festtage!

CRNET wünscht allen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Für diese Jahr haben wir genug gemacht, das Büro ist ab dem 3.(!) Januar wieder besetzt.

VonChristian Rehkopf

SSL ist Pflicht

… bei Verwendung von Kontaktformularen. Eine verschlüsselte Datenübertragung verlangt der Gesetzgeber aus Datenschutzgründen.

Die Schonfrist ist nun vorbei, uns ist mitgeteilt worden, das die ersten Abmahnungen bei gewerblichen Seitenbetreibern angekommen sind.

Bisher haben die hohen Kosten für Sicherheits-Zertifikate viele Seitenbetreiber von SSL abgehalten, die gern mal 400 Euro für 24 Monate (ohne Setup) kosten, aber das geht auch günstiger.

CRNET bietet ja schon seit 12-2015 Verschlüsselung über Let’s-Encrypt an, welches zwar kostenlose Zertifikate bereitstellt, diese aber nur 3 Monate gültig sind.

Für die meisten der bei uns gehosteten Seiten können wir inzwischen, entweder über einen Verschlüsselungsproxy oder am Webserver, SSL mit automatisierter Zertifikatsverlängerung anbieten.

Sollten Sie in diese „Zielgruppe“ gehören und noch kein SSL auf Ihrer Website verwenden, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung, um das entsprechend einzurichten.

 

VonChristian Rehkopf

Netzwerksicherheit ist immer verbesserungsfähig

Netzwerksicherheit: Computernetzwerke sind inzwischen in jedem Büro Gang und Gäbe, sogar in privaten Haushalten finden sich inzwischen mehr Geräte im lokalen Netz, als vor 10 Jahren noch in manchen Unternehmen. Parallel dazu häufen sich die Berichte über Erpressungssoftware, zweckentfremdete Router, Internet of the (broken) things und dergleichen mehr. Zeit für JEDEN, sich über Netzwerksicherheit Gedanken zu machen

Insbesondere dann, wenn ein Internetzugang mehreren Zwecken zur Verfügung steht – z.B. dem Homeoffice und privater Nutzung, oder auch für Geräte die nach aussen kommunizieren, wie Solaranlagen oder Smart-Home-Komponenten, die zumeist bei der Netzwerksicherheit wenig zu bieten haben.

Im Heim- und Small Office-Bereich findet man zumeist die Frtiz!Box von AVM, diese bietet zumindest für WLAN schon mal einen Gastzugang an, damit Gäste zumindest am WLAN partizipieren können, und dennoch keinen Zugriff auf alle anderen vernetzten Geräte haben. Das ist ein guter Ansatz in Puncto Netzwerksicherheit! Aber was ist mit Selbständigen und Freiberuflern, die ihre Bürogeräte sicher wähnen, während der Junior mit seinem Rechner nebenan Seiten ansurft, die Schadsoftware verteilen, womöglich ohne jegliche Software für Netzwerksicherheit, wie Virenschutz o.Ä.? Leider bietet AVM keine Lösung für verkabelte Netztrennung.

In den letzten Jahren ist Fokus von CRNET immer mehr in den Bereich der Netzwerksicherheit gerückt. Bezeichnend dafür sind verschiedene Artikel in diesem Blog über Firewalls und VPNs. CRNET betreut Systeme der Anlagenkommunikation über VPN genau so wie Netzwerkinfrastrukturen in gemischten Büro- und Wohnhäusern. Letztere werden dann mit Multi-Port Firewalls in getrennte Netze aufgeteilt, die verschiedene Berechtigungsklassen aufweisen.

Es geht hierbei nicht nur um Angriffe von außen, sondern auch immer wieder von innen. Ich hab schon Firmen erlebt, die fast hätten schließen müssen, weil Mitarbeiter private USB-Sticks verwendeten, die leider mit Schadsoftware verseucht waren – gleich ab Werk. Oder der kleine Rachefeldzug des gekündigten Mitarbeiters – aber das ist eine andere Geschichte. Diese Dinge lassen sich nur durch ausgeprägte Zugriffsrestriktionen und/oder massive Backups in den Griff bekommen.

In diesem Zusammenhang haben sich Small-Clients als Windows-Terminals bewährt. Inzwischen sind Mini-Computer, wie der Raspberry Pi, oder NUCs durchaus in der Lage, flüssiges Arbeiten im Terminalmodus zu ermöglichen. Damit verhindert man schon rein Hardwaremäßig unerlaubte Zugriffe angeschlossener Geräte.

Diese Konzepte sind allerdings so individuell zu gestalten wie unsere Unternehmenslandschaft und Situationen. Eine pauschale Empfehlung gibt es hier nicht. Wenn Sie unsicher sind, lassen Sie die Dinge von einem Fachmann begutachten. Eine Analyse und gesprochene Empfehlung kann die Sinne schärfen, kostet nicht die Welt und beschert dem verunsicherten Unternehmer vielleicht einen ruhigeren Schlaf.

Gern schaue ich mir an, was man bei Ihnen besser machen kann – kontaktieren Sie mich!

 


Nachtrag/Korrektur: AVM’s Fritz!Box bietet bei etlichen aktuellen Modellen mit aktueller Firmware auch einen Gastzugang über verkabelte Netzwerke auf LAN-Port 4 an. Allerdings lassen sich da keine weiteren Einstellungen vornehmen.


Passend zum Thema fallen mir dazu 2 Werbefilme von HP ein, ignorieren Sie die Werbung und genießen die Unterhaltung – die Message kann nicht vorbeigehen.

VonChristian Rehkopf

CRNET zieht um, das Büro macht „Urlaub“

Diesmal physikalisch das Büro. Und unsere Wohnung. Darauf haben wir schon 4 Jahre „gewartet“.

Das es 4 Jahre gedauert hat, lag 3 Jahre an Bahn und Behörden und 1 Jahr am Bau. Die Bahn deshalb, weil wir in das ehemalige Bahnhofsgebäude der Bahnstation „Beelitz-Stadt“ ziehen.

Ein Bahnhofsgebäude darf zwar von der Bahn verkauft werden, aber dann darf man es noch lange nicht umbauen und benutzen. Es muss „entwidmed“ werden, damit die Planungshoheit von der Bahn an die Kommune übergeht. Und die Bahn braucht gut 2 Jahre, um darauf zu kommen, das in einem Gebäude, welches vor über 100 Jahren gebaut wurde und seit über 10 Jahren nach Brand leer steht, keine Bahntechnisch relevanten Anlagen vorhanden sind.

Und wenn das dann erledigt ist, kommt bei so einem Schmuckstück der Denkmalschutz.

Kein Wunder, das so viele Bahnhöfe in Deutschland vergammeln – warum sollte sich jemand diesen Stress antun. „Unser“ Bahnhof gehört der Stadt Beelitz, da ist die Stadtentwicklung vor wirtschaftlichen Interessen in der Prioritätenliste. Jeder andere Investor hätte schon bei der Bahn das Handtuch werfen müssen. Aber Hey: Es ist ja nur ein Bahnhof, kein Flughafen.

Der letzte Umzug ist über 10 Jahre her, und seit dem hat sie die Zahl der Personen unseres Haushaltes von 3 auf 6 erhöht. Es wurde nun wirklich Zeit, das der Bahnhof fertig wird.

Da hier keine Server betroffen sind, ändert sich für die Verfügbarkeit jeglicher Services nichts, nur die telefonische Erreichbarkeit, und das Login für den internen Bereich, da das Abrechnungssystem über eine Schnittstelle die Daten aus meinem Büro zieht. Die Logins im DCP oder Hub sind davon nicht betroffen.

Der letzte Bürotag wird Donnerstag, 16.03.2017 sein.

Das Abrechnungssystem wird am Montag Abend abgeschaltet, und wahrscheinlich nicht vor dem 1.4. wieder online sein. Wegen des Bodenfrostes bis Ende Februar wurde der Internetanschluß bisher noch nicht gebaut. Das soll zwar noch vor Ende März geschehen, aber ich bin da verhalten optimistisch, was die Nutzbarkeit ab Verfügbarkeit betrifft.

Den nächsten Blogbeitrag gibt es dann von der neuen Anschrift: Zum Bahnhof 9

 

VonChristian Rehkopf

pfSense Firewall auf gebrauchter Hardware – lohnt sich das?

Kaufmännisch und im Hinblick auf Zuverlässigkeit ist gebrauchte Hardware für eine professionelle Firewall durchaus eine Überlegung wert.

Werfen wir einen Blick auf den Kostenvergleich und dazu gebe einige Erfahrungen mit gebrauchter Hardware zum Besten.

Wer eine oder mehrere Filialen hat, und/oder in seinen Firmenräumen WLAN für Betriebsfremde oder Besucher anbieten möchte, kommt um eine gute Firewall nicht herum. Als wahres Universalgenie hat sich hier die pfSense herauskristallisiert, da es sich um eine skalierbare Lösung handelt, die nahezu jede Anforderung abdeckt. VPNs, Proxy, Antivirus, Certificates und derlei mehr sind mit pfSense konfigurierbar – je nach Hardware.

Die Software basiert auf FreeBSD und lässt sich auch auf PC-Hardware oder in Virtuellen Maschinen installieren. Da diese Systeme 24/7 in Betrieb sind, hat eigens für Firewalling/Routing abgestimmte Hardware durchaus ihre Berechtigung: diese braucht zumeist weniger Strom als vergleichbare PCs. Hauptsponsor und Lieferant der pfSense-Firewalls ist Netgate, ein Texanischer Anbieter ebensolcher, auf Routing und Firewall abgestimmter, Systeme. Aber die Amis lassen sich die Systeme auch ganz gut bezahlen, was immer wieder ein Grund ist, sich nach Alternativen umzusehen.

Probieren wir es aus:

gebrauchte Hardware WatchGuard Firebox mit pfSense Firewall für den professionellen Einsatz

WatchGuard Firebox: gebrauchte Hardware mit pfSense Firewall für den professionellen Einsatz

Für ein Projekt haben wir uns nun eine gebrauchte WatchGuard Firebox zugelegt, und da pfSense drauf installiert.

Das Gerät fanden wir gut, weil es 8 Gigabit-LAN-Anschlüsse an der Geräte-Vorderseite hat, und der Rest der technischen Daten war auch OK. Der Massenspeicher ist eine CompactFlash Card – im Original mit 256 MB – wir haben eine 4GB-Karte eingebaut, aber dazu später mehr. Das Gerät hat sogar einen Festplatten-Einschub, mit einem stärkeren Prozessor wäre sogar ein Proxy-Cache kein Problem.

Die Watchguard hat 8 Gigabit-Ports, von denen wir allerdings „nur“ 6 benötigen, vergleichbar wäre das mit der NetGate SG4860, von 19-Zoll Formfaktor und dem moderneren Prozessor mal abgesehen. Das werfen wir mit den 2 extra-Ports in die Waagschale, dann passt es wieder. Die NetGate liegt bei 800 $, also mit Versandkosten bei rund 800 Euro – das soll als Größenordnung reichen. Der Zoll möchte zwar 19% Mehrwertsteuer haben, aber das ist in einem Betrieb mit derartigem Bedarf irrelevant. In einem anderen Projekt haben wir die 19-Zoll Variante mit Extra-Disk eingesetzt, die schlug dann deutlich kräftiger zu Buche.

Dagegen bekommt man die Watchguard 1250e für knapp unter 400 Euro; es gehen auch mal welche für 200 raus, aber auch andere für 500. Die 400 Euro nehmen wir als kalkulatorische Größe.

Die Installation:

Um pfSense darauf zu installieren, benötigt man ein Nullmodemkabel, einen seriellen Port oder passenden USB-Adapter (siehe Bild), eine CF-Card mit 2 oder 4 GB, ein Lesegerät dafür als Werkzeuge, und das KnowHow und die Befähigung, damit auch umgehen zu können. Serielle Konsole und Diskimages sollten bekannt sein.

Allein die pfSense-Installation schreibt zwar knapp 60 Minuten auf die CF-Card, in der Zeit kann man aber die anderen Dinge Erledigen (BIOS Flashen etc) die zu tun sind. Nach der Grundinstallation muss man noch einige Anpassungen vornehmen, z.B. die Software für das LCD und die Kontrollampen installieren. Aufwand: ca. 2 Stunden – allerdings nicht beim ersten mal.

Wie das geht, teile ich am Ende des Artikels.

Die „Rechnung“

Sagen wir mal, als Installationspauschale 200 Euro, dann könnt man das als Service machen (hierbei ist allerdings die Garantie-Frage offen – speziall das BIOS-flashen ist nicht risikolos). Dann bleiben 25% reine Kosten-Ersparnis. Das Ergebnis zur neu gekauften Variante ist gut, hat aber: keine Garantie mehr, ältere Prozessoren (und damit bestimmt auch einen höheren Stromverbrauch), aber dafür 2 Ports mehr.

Benötigt man 8 Ports, hat man weniger die Wahl, bietet NetGate keine Variante mit mehr als 6 Ports an.

Bei kleineren Geräten (2- oder 4-Port) wäre der Aufwand der selbe, bei deutlich geringerem Spar-Potential. Also wenn überhaupt, lohnt es sich nur oberhalb der 4-Port-Grenze. Die Beschaffung der „Werkzeuge“ lohnt schon für eine einmalige Installation (rund 30 Eur).

Ein abschließendes Urteil kann man somit nicht fällen, kommt es doch immer auf die einzelne Situation an. Wer eine Entscheidung sucht, hat hier vielleicht ein paar Hilfen gefunden.

Erfahrung mit gebrauchter Hardware

Einen Rechner / Router / Switch etc., der 2 – 3 Jahre in einem Rechenzentrum gelaufen ist, und der jetzt aus dem Leasing heraus ist und dadurch auf dem Gebrauchtmarkt auftaucht, macht bestimmt keine Probleme. Eine gebrauchte Festplatte von ebay von privat ohne Gewährleistung hingegen, würde ich mir nicht mal ansehen.

Es gibt etliche Händler von gebrauchter Hardware, die genau die Komponenten aus dem ersten Beispiel mit Garantie anbieten.

Wir hatten auch gebrauchte Hardware im Einsatz, interessant sind dann (falls verfügbar) die Betriebsstatistiken. 26.000 Betriebsstunden bei 5 Einschaltvorgängen spricht für Rechenzentrums-umgebung – da kann man sich noch 5 Jahre drauf verlassen – das läuft. Mit derartigen „Kisten“ haben wir in den 15 Jahren Hardware-im-Rechenzentrum bessere Erfahrungen gemacht, als mit manchem Neugerät mit „Kinderkrankheiten“. Festplatten sind allerdings ein anderes Thema.

In unserem Fall sehe ich grundsätzlich zunächst kein Problem darin, eine Firewall als Gebrauchtgerät einzusetzen. Das von uns eingesetzt Gerät kam aus einem Universitäts-Rechenzentrum – also mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit aus einer klimatisierten Notstrom-versorgten Umgebung.


Links zu Seiten, auf denen steht wie man das macht

Wir sind vorgegangen nach:

https://www.hexhound.com/how-to-flash-pfsense-2-1-to-a-watchguard-firebox-x750e-x550e-ssl-500

Zusätzliche Treiber:

http://www.triebwerk23.de/joomla/index.php/firewalls/watchguard-firebox-x-core-e-x550e-x750e-x1250e-pfsense
Ab Punkt „D“.

Auf dieser Website findet man auch andere Beschreibungen zu pfSense-Installationen auf anderen Embedded-Systems.